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Erdfall bei Relliehausen

 

17.02.14

Anfang bis Mitte letzter Woche ist es nahe Relliehausen zu einem Erdfall gekommen. Sichtbar ist ein exakt kreisrundes Erdloch, etwa 6 Meter im Durchmesser und gemessene 14 (!) Meter Tiefe. Die echte Tiefe wird noch größer sein, da das abdeckende Material des Hohlraumes nun auf der Sohle liegt. Die Ursache ist bisher unklar.

 

Die Literatur sagt zu einem Erdfall:

Ein Erdfall ist der plötzliche Einsturz des Untergrunds infolge eines durch chemische und physikalische Verwitterungsvorgänge entstandenen darunterliegenden Hohlraums (Salz- oder Gipsauslaugung durch Grundwasser) im unterirdischen Karst. Die durch einen Erdfall entstehende Erdsenkung wird im geotechnischen Sprachgebrauch als Erdfalltrichter oder -absturz bezeichnet. Abgegrenzt werden muss der Erdfall von der Doline, die durch Lösungsprozesse an der Oberfläche in Karstgebieten entsteht, und Tagbrüchen oder Pingen, die durch Bergbauaktivität verursacht werden.

Erdfälle sind unter anderem im Zechsteingebiet am Südrand des Harzes häufig anzutreffen. In Norddeutschland entstanden Erdfalltrichter über Salzstöcken, die zuvor durch Grundwasserablaugung (Subrosion) ausgehöhlt worden und eingestürzt waren. Oft entwickelten sich darin Seen oder Moore.

 

... das würde dazu passen:

> Gipshütte am Burgberg - Quelle: Dasseler Schriftenreihe, Heft 7, Detlef Creydt, Stadt Dassel - Heimatkundliche Skizzen

 

Fotos: U. Freter, 17.02.14

 

 

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